6 Ideen für die Weihnachtsfeier im Team

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Weihnachten naht. Wie auch immer man dazu steht, man kommt nicht daran vorbei. Weihnachtsrituale gehören zu unserer Kultur, auch in Unternehmen.

Wie sieht das konkret aus? Der Dezember naht und damit beruflich wie privat viele Weihnachtsfeiern, Adventsbasare, Wichteln, Weihnachtsmarktbesuche etc. Nebenbei bereiten die meisten auch noch ihr persönliches Weihnachtsfest vor. Die Geschenke für die Lieben sind zu besorgen oder die Flucht-Reise in den Süden ist vorzubereiten.
Und was machen die Unternehmen? Traditionellerweise gibt es bei den meisten in irgendeiner Form eine Weihnachtsfeier. Die einen freuen sich darauf, andere halten sie für überflüssig und wieder andere fürchten sich gar vor ihr. Der eine oder die andere MitarbeiterIn wünscht sich, dass die Geschäftsleitung doch besser die investierte Summe für den Weihnachtsschmaus, samt Schlager-DJ und den Litern an Alkohol an die Mitarbeiter als Weihnachtsbonus ausgezahlt hätte.

Aber auch, wenn man eine Weihnachtsfeier-Gegner ist: Drum herumkommen ist schwierig. Nicht Hingehen ist eine kritische Aussage.

Also nehmen meist auch die Unmotivierten teil und sammeln in ihrer negativen Voreingenommenheit während der Feier Bestätigungen dafür, dass das eine unsinnige Veranstaltung ist. Wenn sie Glück haben, werden sie Zeugen von ausuferndem Verhalten. Einer hat zu tief ins Glas geschaut und erzählt peinliche Geschichten. Eine andere klebt am Chef und zieht eine Schleimspur hinter sich her. Wieder ein anderer blamiert sich auf der Tanzfläche. Solche Einlagen können noch Wochen danach für unterhaltsamen Gossip-Stoff in der Kaffeeküche herhalten und machen das Instrument Weihnachtsfeier bestimmt nicht beliebter.

Wie kommt das? Sind Weihnachtfeiern ein überflüssiges Relikt aus alten Zeiten?

Die Funktionen von Weihnachtsfeiern oder Weihnachtsritualen in Teams sind üblicherweise:

  • Ein Gemeinschaftserlebnis mit der Gelegenheit zu Dank und Anerkennung
  • Gemeinsamer Jahresabschluss und Ausblick auf das kommende Jahr
  • Das Zeichen: Ihr als Mitarbeiter seid für uns wichtig
  • Motivation für das neue Jahr
  • Gelegenheit für einen ungezwungenen Austausch miteinander
  • Festigung von Teamgeist und Zusammenhalt

Das klingt doch eigentlich sehr gut. Warum klappt das nicht immer?
Wenn ich mit meinen Teilnehmern oder Coachees auf das Thema Weihnachtsfeier komme, bekomme ich meist kritische Meinungen dazu zu hören. Besonders, wenn die Geschäftsleitung und Führungskräfte selbst den Eindruck erwecken, das Ganze sei nur eine Pflichtveranstaltung, kommt die Feier meist auch nicht gut an.
Das zeigt sich z.B in der Einfallslosigkeit der Planung. Jedes Jahr Ente im gleichen Restaurant? Jedes Jahr die gleichen Phrasen in der Eröffnungsansprache? „Es war ein erfolgreiches Jahr für uns!“ „Ich möchte Euch allen meinen Dank aussprechen.“ „Es warten neue Herausforderungen auf uns.“Jedes Jahr bleibt das Führungsteam am Tisch unter sich und verabschiedet sich dann nach der höflichen Mindest-Aufenthaltszeit.

Je stereotyper das Ganze, desto weniger glaubwürdig und desto weniger wird es in der ohnehin schon vollgepackten Weihnachtszeit als wertvoll betrachtet.

Um dem entgegenzuwirken, gibt es natürlich ein breites Angebot auf dem Markt für individuelle, ausgefallende und besondere Weihnachtserlebnisse in Teams. Es gibt Dinner Shows, Hüttenpartys, Weihnachtsquizze, Kabarettbesuche, Fackelwanderung und vieles mehr. Aber auch hier gilt das gleiche wie auch für die traditionelle Weihnachtsfeier. Wenn an der Veranstaltung nur pflichtbewusst teilgenommen wird, egal ob MitarbeiterIn oder Führungskraft, dann nutzt auch die Verlagerung in ein neues Format nicht viel an der Wirkung des Ganzen.
Eine Herausforderung in der Planung können auch die unterschiedlichen Wünschen der Generationen im Team sein. Während jüngere MitarbeiterInnen oft Spaß an eher unkonventionelleren Aktivitäten haben, etwa die Weihnachtsfeier im tropischen Wasser-Freizeitbad, lieben es die Älteren meist gemütlicher, irgendwo gemütlich Sitzen mit leckerem Essen und Trinken.

Worauf kommt es an bei erfolgreichen Weihnachtsfeiern?

MitarbeiterInnen honorieren echte Wertschätzung. Die Veranstaltung muss glaubwürdig sein und einen logischen, organischen Abschluss der gemeinsamen Zusammenarbeit bieten. Wenn der Dank und die Anerkennung ehrlich und auch wirklich gemeint ankommen, wenn alle die Feierlichkeit und den Rahmen ernst und wichtig nehmen, dann hat das Ganze eine besonders hohe Wirkung. Die Weihnachtsfeier oder das Weihnachtsritual sollte ein authentischer und passender Abschluss für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr sein.

Die Stimmung während der Weihnachtsfeier ist oftmals ein Spiegel der bestehenden Stimmung und Beziehungen im Team.

Ein Team, in dem eine gutes Klima, eine offene Feedbackkultur und ein stabiles Vertrauensverhältnis herrschen, findet meist genau die Form der Weihnachtsfeierlichkeit, die zu ihm passt. Alle MitarbeiterInnen genießen dann das gemeinsame Fest. So kann das Ganze ein schöner Rahmen sein, in dem es Zeit gibt, sich auch näher auf der persönlichen Ebene kennenzulernen. Das ermöglicht ein Vertiefen der Beziehungen und eine Stärkung des Vertrauens im Team.
In Teams, in denen das Jahr über wenig persönlich kommuniziert wird, eher distanzierte Beziehungen zueinander bestehen und es wenig Feedback gibt, wissen die Teammitglieder an einer Weihnachtsfeier wenig miteinander anzufangen. Was soll man jetzt mit den Kollegen reden, mit denen ich auch sonst kein privates Wort wechsle? Was gebe ich auf die dem Anlass geschuldeten unpersönlichen Worte meines Chefs? In Organisationen, wo alltags viel heruntergeschluckt wird, bietet der Alkohol an der Weihnachtsfeier die Gelegenheit, endlich die anstrengende Fassade fallenzulassen und mal zu sagen, was sich das ganze Jahr an Ärger und Unwillen angestaut hat. Im Nachgang gibt es dann ja die praktische Entschuldigung: Hupps, das war der Alkohol.

Wie plane ich als Teamleitung am besten das Weihnachtsevent?

Es ist ein Unterschied, ob man auf Unternehmensebene oder auf Teamebene denkt.
Als Unternehmen gibt es vielleicht jahrzehntelange Rituale wie bspw. das alljährliche Entenessen am zweiten Freitag im Dezember. Da ist erst mal nicht so schnell daran zu rütteln.
Als TeamleiterIn kann jede/r für sich selbst entscheiden, was er oder sie mit seinem/ ihrem Team machen will. Und das muss weder besonders kostenintensiv noch enorm lang vorbereitet sein. Die Auswahl der Maßnahme ist natürlich abhängig von den Individuen im Team. Vielleicht probiert man auch jedes Jahr etwas Neues aus.
Herausfordernder wird es, wenn nicht alle Teammitglieder vor Ort sind, manche vielleicht gerade in Elternzeit oder in längerer Krankheit. Hier ist es sehr wichtig, auch diese zu bedenken.

6 Ideen für die Weihnachtszeit im Team

  1. Das Team könnte sich vereinbaren, gemeinsam ein Charity-Projekt für Weihnachten zu unterstützen. Es können Sachspenden gesammelt und zusammen zu Päckchen verpackt und gespendet werden. Etwas Praktisches zu tun anstatt sich „wieder den Bauch vollzuschlagen“, macht Vielen Freude und verbindet.
  2. Wenn das den Teammitgliedern Spaß macht und es einen gemeinsamen Arbeitsbereich gibt, kann ein gemeinsamer Weihnachtsbaum besorgt werden. Wird der Baum wie in einem Kaufhaus in einem Guss und Stil geschmückt, ist er langweilig und hebt sich in keiner Weise als besonderer Team-Weihnachtsbaum hervor. Lustig wird es, wenn jeder und jede etwas zum Schmücken mitbringt. Vielleicht gibt es verschiedene Nationalitäten im Team, um so bunter und interessanter kann der Baum werden. Und auch die „Weihnachts-Hasser“ dürfen ihren speziellen Stil am Baum hinterlassen. Eine Star Wars-Figur neben einem Strohstern? Hier macht die Diversität das Besondere.
  3. Anstelle eines aufwändigen Weihnachtsdinners könnte man in der Adventszeit ein gemeinsames Weihnachtsfrühstück organisieren. Jeder bringt etwas dazu mit. Im Minimalfall kostet das Ganze nur eine Stunde extra. Sich dafür etwas mehr Zeit zu nehmen ist natürlich schöner, aber nicht zwingend notwendig.
  4. Der/die TeamleiterIn könnte am 6.12. im Nikolauskostüm von Mitarbeiterin zu Mitarbeiter gehen und ein kleines Geschenk verteilen. Je individueller und persönlicher, desto schöner ist das. Aber auch ein kleiner Schokoladennikolaus mit einer handgeschriebenen Karte mit einigen anerkennenden Worten hat bei den meisten Mitarbeitern eine sehr positive Wirkung. Das Besondere macht auch hierbei das spürbare Bemühen.
    Geht die Führungskraft eher eilig durch die Abteilung, sagt jedem in etwa das Selbe und stellt den identischen Nikolaus auf jeden Platz, hat es wenig Wirkung.
  5. Die Führungskraft lädt das Team zu sich nach Hause zum Essen ein. Dazu braucht es keine komplizierten Kochkünste und auch nicht für jeden passendes Geschirr und Besteck. Die Geste wird meist vom Team enorm wertgeschätzt. Ein Raclette-Abend ist z.B. eine gute Möglichkeit. So ist für jeden Geschmack etwas dabei ist.
  6. Im neuen Jahr trifft sich das Team zum gemeinsamen Schrottwichteln der schlimmsten Weihnachtsgeschenke. Der Rahmen könnte auch ein gemeinsames Essen sein. Der Vorteil hierbei ist, dass die Terminenge des Dezembers nicht noch zusätzlich strapaziert ist. Das Sammelsurium an grausigen Geschenken, das mitgebracht wird, bringt heitere Stimmung und nebenbei erfährt man meist noch interessante Einblicke in die Weihnachtsgewohnheiten der Teammitglieder.

Fazit

Die Weihnachtszeit bietet an sich eine gute Gelegenheit für spezielle Teamveranstaltungen. Das Bedeutsamkeit, die Weihnachten in unserer Gesellschaft hat, gibt dem Ereignis auch einen höheren Stellenwert und den Dingen, die dort gesagt werden, eine besondere Wichtigkeit.
Sind die Weihnachtsrituale im Team allerdings uninspiriert und eher eine Pflichtveranstaltung, ist es an der höchsten Zeit, ihre Sinnhaftigkeit zu überdenken und neue Wege einzuschlagen.
Wichtig ist, dass es zum Team passt und das Team spürt, dass die Wertschätzung und der Dank ehrlich gemeint sind, dann entfalten die Weihnachtsfeierlichkeiten tatsächlich ihre weihnachtliche positive Wirkung.

Sie möchten mit Ihrem Team etwas teamstärkendes oder teambuildendes machen? Sprechen Sie mich gerne an.

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